Unsere Geschichte & Namensträger - Janusz - Korczak - Schule

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Janusz - Korczak - Schule
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Unsere Geschichte

Unsere bezaubernde kleine Grundschule liegt im Süden von Neukölln im Unterbezirk Buckow und befindet sich in der Nähe der Gropiusstadt.
 
Alles startete im Jahr 1972, als unsere Schule mit nur wenigen Klassen, neun Lehrerinnen und Lehrern, sowie einem Schulleiter eröffnet wurde. Doch bereits nach einem Schuljahr war die Zeit als idyllische Kleinschule vorüber. Nach den Sommerferien beherbergte unsere Schule bereits 950 Schülerinnen und Schüler, das Kollegium umfasste 55 Lehrerinnen und Lehrer. Zu diesem Zeitpunkt wurden alle Räume für den Schulunterricht genutzt. Kaum vorstellbar, da aktuell einige Räumlichkeiten durch das Schulpraktische Seminar Neukölln genutzt werden.

Seit dem 5. Oktober 1977 sind wir nicht mehr die 31. öffentliche Grundschule im Verwaltungsbezirk Neukölln von Berlin. Wir erhielten den Namen Janusz-Korczak-Schule,  auf welchen wir sehr stolz sind. Unser Namensgeber war eine herausragende Persönlichkeit, die das Wohl des Kindes über seine eigenen Interessen stellte.  

Wir sind seit 1980 eine "Grundschule mit sportbetontem Zug". Das bedeutet, dass Gesundheit und Bewegung für uns einen doppelten Stellenwert einnehmen. Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten wöchentlich eine zusätzliche Sportstunde. Dazu kommt noch eine Vielfalt an Arbeitsgemeinschaften, aus der unsere Kinder zum Schuljahresbeginn wählen können. Wir möchten somit eine Erweiterung der sportlichen Grundausbildung eines jeden Kindes erreichen.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Grün macht Schule" haben viele fleißige Helferinnen und Helfer unser Schulgelände, welches sehr weitläufig ist, wunderschön und kindgerecht gestaltet. Dieses zu erhalten und stets weiter zu bereichern ist uns immer ein wichtiges Anliegen. Genau hierfür setzt sich insbesondere unser Förderverein ein.

Wir hoffen auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit, damit auf unser vierzigjähriges Jubiläum im Jahr 2012 noch viele folgen!
Unser Namensträger

Henryk Goldszmit, der sich als Pseudonym Janusz Korczak zulegte, wurde als Sohn eines polnischen Rechtsanwaltes am 22. Juli 1879 in Warschau geboren.

Der Tod des Vaters brachte die Familie in bisher nicht gekannte Armut, aber trotzdem gelang es, für Henryk ein Medizinstudium zu ermöglichen. Während seines Studiums verdiente er den Lebensunterhalt für sich, Mutter und Schwester, weil er als Hauslehrer arbeitete und Erzählungen unter dem Namen Janusz Korczak veröffentlichte.

1903 übernahm er seine erste Arbeitsstelle. Er wohnte in den Arbeitervierteln von Warschau und behandelte die armen Leute kostenlos. Nach dem ersten Weltkrieg gründete er mit einigen Erziehern ein Heim für verwahrloste und verwaiste Kinder, das „Unser Haus“ genannt wurde.

Fast 30 Jahre lang verwirklichte er seine Ideen. In den pädagogischen Anschauungen von Korczak nimmt der Gedanke, dass das Kind nicht in einer Liliputwelt lebt, einen wichtigen Platz ein. Er verfasste Aufsätze über Erziehungsfragen, Erzählungen und Romane für Kinder, hielt Vorträge im Radio. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Kinderbuch „König Hänschen“. Es ist die Tragödie eines Jungen, der das Unglück hat, als König geboren zu werden, und der die Welt verbessern wollte.

1939 wird Polen von deutschen Truppen überfallen. Korczak erhält den Befehl, das Waisenhaus zu räumen und in das jüdische Wohngebiet, das Ghetto, zu ziehen. Schreckliche Zeiten begannen für ihn und seine Kinder. Freunde wollten Korczak mit falschen Papieren aus dem Ghetto herausholen, aber er lehnte ab, weil er sich für die ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlte. Wenige Tage danach, am 12. August, sollte Korczaks Waisenhaus „evakuiert“ werden. Man sagte, er selbst dürfte bleiben, weil Ärzte benötigt werden. Aber Korczak wollte nicht zurückbleiben.

Er ging mit seinen Kindern in den Tod. Vor dem Waisenhaus bildete sich ein endloser Zug, eine unübersehbare Prozession bleicher, abgemagerter Kinder. In Treblinka wurden die 200 jüdischen, elternlosen Kinder vergast, mit ihnen der Mann, der als anerkannter Schriftsteller, Arzt und Pädagoge nur eine Aufgabe kannte, nämlich das Leben für die Kinder lebenswert zu gestalten.

30 Jahre nach seinem Tod ist sein Name in Polen zum Mittelpunkt geworden. In Deutschland hörte man erstmals 1957 von ihm, als das von Erwin Sylvanus geschriebene Theaterstück „Korczak und die Kinder“ über viele Bühnen ging. Korczak wurde im Jahre 1972 posthum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Janusz - Korczak - Schule
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Wildhüterweg 5
12353 Berlin
Telefon  (030) 670 666 30
Telefax  (030) 604 206 8
E - Mail  sekretariat@jkgs.schule.berlin.de



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Erreichbarkeit
Linie    7  - Lipschitzallee
Linie 172  - Landreiterweg
Linie 373 - Kölner Damm


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